Das Gefühl der sozialen Eingebundenheit ist eine Grundvoraussetzung für schulisches Lernen. Nur wer sich sozial akzeptiert fühlt, nicht ausgegrenzt wird und sich in der Schule sicher fühlt, ist offen für Unterricht. Studien zeigen, dass insbesondere Kinder und Jugendliche mit Lern- und Verhaltensproblemen in der Schule besonders häufig ausgegrenzt werden. In der Vergangenheit waren rund 50% der Kinder mit erhöhtem Förderbedarf in der Schule von Ausgrenzung betroffen. Das Risiko steigt weiter, wenn Kinder und Jugendlichen im Lernen und Sozialverhalten Probleme haben. Das Risiko für soziale Ausgrenzung ist in dieser Gruppe um das Zwei- bis Dreifache erhöht.
Soziale Integration und Schulleistung
Studien zeigen, dass soziale Integration, Schulleistung und insbesondere Lesefertigkeiten sich in der Schule gegenseitig beeinflussen. Je mehr Kinder und Jugendliche sich sozial akzeptiert fühlen, desto eher trauen sie sich (zu) in der Gemeinschaft zu lesen und Texte zu erschließen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen gelangen so nicht selten in eine Abwärtsspirale. SHARE setzt genau an diesem Punkt an.
Soziale Integration und Sozialverhalten
Das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen hängt maßgeblich mit dem Gefühl der sozialen Eigebundenheit zusammen. So führt das Gefühl der sozialen Ausgrenzung oft zu einer Verschlechterung des Sozialverhaltens. Die Folge sind nicht selten Aggressivität, Unterrichtsstörungen, Ängstlichkeit oder soziale Unsicherheit im Umgang mit Peers und Lehrkräften. Ein schwächeres Sozialverhalten schwächt häufig wiederum die soziale Integration. Ein Teufelskreis entsteht. SHARE möchte diesen Teufelskreis durchbrechen.
Schlüssel Kooperatives Lernen und Lesestrategien
Nichts ist motivierender als Erfolg. SHARE setzt einen Rahmen, in dem sich Kinder als erfolgreich und wertgeschätzt wahrnehmen können. Im SHARE-Team haben wir eine spezifische Form des Kooperativen Lernens entwickelt, dass einerseits positive Sozialkontakte unter den Schüler*innen aktiviert und anderseits Lesestrategien als motivierende und leicht zugängliche Ansatzpunkte zum Verstehen von Texten vermittelt. Das Besondere an SHARE ist, dass es (mindestens) zwei Effekte in einer Methode integriert. Lehrkräfte müssen nicht Lesestrategien und personal- und ressourcenintensive Sozialtrainings nacheinander durchführen, sondern wir erwarten durch die SHARE-Methode einen zweifachen Effekt!

